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Knappe Niederlage in Durlach - Bestleistungen sorgen für Spannung bis zum letzten Versuch

Zu einer hochdramatischen Angelegenheit entwickelte sich vergangenen Samstag das Duell der Erstligareserven des KSV Durlach und des Sportclub Pforzheim. Die favorisierten Gewichtheber aus der Karlsruher Vorstadt wurden ihrer Rolle auf heimischer Plattform zunächst gerecht.

Der KSV ging im Reißen, der ersten Teildisziplin, mit 118,0 : 104,2 Punkten und 1 : 0 in Führung. Die "kleinen" Goldstadt Löwen blieben aber mit nur drei Fehlversuchen an den Gastgebern dran und setzten in der zweiten Übung, dem Stoßen, alles auf eine Karte. Die knapp 14 Punkte konnten nur noch geringfügig wett gemacht werden, jedoch belohnten sich die Pforzheimer Gäste zumindest mit 217,2 : 213,0 Punkten den Wertungspunkt im Stoßen. Insgesamt siegte der KSV Durlach mit 331,0 zu 321,4 und 2 : 1 Punkten, wobei die Löwen eine neue Saisonbestleistung aufstellten. Auch bleibt der Sportclub in der Landesliga auf Rang drei in der Tabelle, Durlach findet sich trotz des Erfolges auf Platz vier wieder. Für das beste Einzelresultat zeigte sich eine beeindruckend kämpfende Claudia Gösche verantwortlich. Die Sportclüblerin riss erstmals 65 kg, ließ 82 kg im Stoßen folgen, sodass schließlich 75,0 Punkte zu Buche standen.

Claudia 050316

Immer besser in Tritt kommt Svenja Grau. Das 16-jährige Nachwuchstalent überzeugte im Reißen mit 50 kg. Die zweite Disziplin beendete sie bei 67 kg, was zusammen prächtige 62,0 Punkte bedeuteten. Für erhöhten Pulsschlag bei Betreuer und Fans sorgte Björn Bischoff, der seine Anfangslast von 94 kg im Reißen erst im dritten und letzten Anlauf meistern konnte. Dank gestoßener 117 kg kam er auf sehr gute 55,0 Punkte. Nach längerer Verletzungspause feierte Kevin Schmidt eine famose Rückkehr auf das Heberbrett. 72 gerissene und 96 gestoßenen Kilogramm, keinen Fehlversuch und 47,0 Punkte waren Beweis einer tadellosen Vorstellung.

Kevin Schmidt 050316

Den bis dato besten Wettkampf seiner jungen und hoffnungsvollen Karriere lieferte Simon Stiegele ab. Nachdem er mit 83 kg im Reißen die erste Höchstmarke setzte, bewältigte er im anschließenden Stoßen noch nie vorher zur Hochstrecke gebrachten100 kg. 42,0 Punkte bescherten ihm das Sahnehäubchen auf einer makellosen Leistung. Den Schlusspunkt markierte Denis Sadovnik, der mit gerissenen 95 kg und gestoßenen 110 kg nicht nur Einblicke in sein hohes technisches Können gab, sondern auch noch 40,4 Punkte beisteuern konnte. Mit zwei Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze und nur noch zwei ausstehenden Wettkämpfen sind die Chancen in das Titelrennen einzugreifen eher gering. "Aber", gibt sich Coach Matthias Haase kämpferisch, „solange rechnerisch noch was drin ist, werden wir alles in die Waagschale werfen, um vielleicht doch noch ein kleines Wunder zu schaffen."

Thomas Hartmann